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Warum man keine Cloud Services direkt beim Hersteller kaufen sollte

„Direkt beim Hersteller einkaufen muss doch günstiger sein“ – ein oft gehörtes Argument welches mitnichten der Realität entspricht. Mehrere Aspekte kommen hier gleich zum Tragen, die nicht nur für sich selbst genommen sondern vor allem in Summe dazu beitrag.. Continue

Ingram Micro Cloud
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Dominic Sabaditsch

„Direkt beim Hersteller einkaufen muss doch günstiger sein“ – ein oft gehörtes Argument welches mitnichten der Realität entspricht.

Mehrere Aspekte kommen hier gleich zum Tragen, die nicht nur für sich selbst genommen sondern vor allem in Summe dazu beitragen, dass das direkte Kaufen beim Hersteller in der Regel teurer ist.

Zunächst mal das augenscheinlichste, die Einkaufskonditionen:

Die Überlegung, dass es direkt beim Hersteller günstiger sein sollte erscheint auf den ersten Blick logisch. Immerhin gibt es keine weiteren Instanzen oder Unternehmen, die ebenfalls daran verdienen. Auf den zweiten Blick vergisst man allerdings eine Tatsache recht schnell. Hersteller geben in der Regel Vergünstigungen abhängig von der Menge der konsumierten Services. Dieses Vorgehen ist in so ziemlich jeder Branche zu finden.

Wenn wir uns jetzt folgendes Szenario vor Augen halten, wo denken Sie wird der sogenannte Einkaufspreis besser sein – bei einem Kunden der direkt um EUR 100 beim Hersteller einkauft oder bei einem Anbieter wie Ingram Micro Cloud mit internationalen Verträgen und einer Abnahme von dreistelligen Millionenbeträgen im Monat?

Weiter geht es mit den Supportleistungen im Fehlerfalle:

Hier treffen wir auf unterschiedliche Szenarien. Natürlich ist der standardmäßige Support in der Regel und bei den meisten Herstellern kostenlos. Aber der Standard Support ist, wie der Name bereits andeutet, lediglich Standard. Das kann in vielen Fällen zu frustrierenden Situationen führen (das Service fällt Samstag morgens aus oder die Problemlösung dauert mehrere Wochen) und mitunter zu dem Verlust der Kundenbeziehung. Auch die Kosten für das Erfassen dieser Fälle, das Nachverfolgen und die Zeit die man mit dem Hersteller verbringen muss, bis der Fall gelöst ist, sollten man nicht unter den Tisch fallen lassen. Einige Hersteller bieten auch ein erweitertes Service an, allerdings fallen hier dann mitunter schon größere Summen an (mehrere tausend Euro im Jahr).

Auch hier wieder die abschließende Frage – ist es günstiger für das eigene Unternehmen zumindest einen rudimentären Support Service auf die Beine zu stellen und erweiterte Leistungen des Herstellers einzukaufen oder den kostenlosen Cloud Support von Ingram Micro Cloud zu nutzen?

Wer erbringt Presales und Consultingleistungen:

Wer direkt beim Hersteller kauft (egal ob ein Systemhaus oder ein Endkunde) wird in der Regel auch Beratung benötigen. Aber wer erbringt diese Beratung? Im Falle des Systemhauses (sofern keine eigenen Mitarbeiter mit der Materie vertraut sind, auch hier wieder ein erheblicher Kostenfaktor) ist es ein Lösungspartner wie Ingram Micro Cloud – allerdings natürlich nur dann, wenn auch die geschäftliche Basis stimmt. Und auch Endkunden müssen beraten werden, die meisten Hersteller haben allerdings kaum noch eigene Ressourcen und Mitarbeiter für intensivere Beratungen oder schnelle Auskünfte. Diese Aufgabe wird ja bewusst an die Partner der Hersteller "outgesourced". In der Regel erhält man somit kaum bis wenig Beratung wenn man direkt beim Hersteller einkauft.

Die Beratung und das Consulting ist bei Ingram Micro Cloud einer der Grundpfeiler, gut ausgebildete Mitarbeiter halten sich täglich am Laufenden bezüglich Änderungen, absolvieren Schulungen und bestehen Prüfungen um unseren Partnern die bestmögliche Lösung mitzugeben - ohne zusätzliche Extrakosten, dieser Aspekt ist Teil unseres Service.

Zu guter Letzt noch ein Punkt, der speziell die Cloud betrifft - die automatisierte Plattform:

Im Gegensatz zum "traditionellen" Geschäft lebt die Konsumation von Cloud Service sehr stark von der Automatisierung. Hier benötigt es nicht nur eine voll funktionsfähige Plattform, über die man Services beziehen und skalieren kann, sondern auch die sogenannte API Schnittstelle, welche eine Verbindung zu den Systemen des Herstellers gewährleistet. Gerade in die Entwicklung einer solchen Plattform fließen sehr hohe Beträge, das meiste gibt man allerdings tatsächlich für die Aufrechterhaltung der API Schnittstellen aus. Denn nicht nur die erste Anpassung der eigenen API Schnittstelle mit jener des Herstellers muss aufgesetzt werden - Hersteller neigen dazu in (un)regelmäßigen Abständen neue Funktionen, Updates, Produktänderungen und vieles mehr zu implementieren und damit die eigene API Schnittstelle zu verändern. Somit muss in der Regel auch die Verbindung wieder angepasst werden, sonst kann es zu einem Fehler in der Übertragung kommen und Bestellungen, Verlängerungen oder Skalierungen werden nicht übertragen.

Die abschließende Frage - ist es günstiger von Grund auf einen eigenen Marketplace zu entwickeln, am Leben zu erhalten und sich täglich um Anpassungen der für die Automatisierung lebensnotwendigen API Schnittstellen zu kümmern, oder eine bestehende Plattform zu wählen wo sich zahlreiche Developer um den technischen Betrieb im Hintergrund kümmern und man diesen Marketplace lediglich nur noch "whitelabeled" (sprich mit seiner eigenen CI versieht) oder als Einkaufs- und Verwaltungsplattform nutzt?

Neben diesen eindrucksvollen Argumenten gibt es natürlich noch weitere Gesichtspunkte die am Ende der Überlegung zwangsläufig zu dem Ergebnis führen – direkt beim Hersteller einkaufen ist in der Regel die teuerste aller Optionen und selten bis kaum die günstigste Variante.